Jun 02 16

Am zweiten Tag wollten wir dann am Einsteiger-Rennen teilnehmen; Voraussetzung dafür war eine Qualifying-Runde > 2:00 min. Irgendwer hat meinem Kumpel diesen Spaß wohl nicht gegönnt – naja, das übrige kennt ihr ja. Also bin ich allein raus, und oh Wunder, schon im freien Training purzelten plötzlich meine Zeiten, dass ich Bammel hatte, mich selbst aus dem Einsteigerrennen zu schießen. Tja, da hatte ich nun die Wahl, im Qualifying entweder Gas rauszunehmen und bei den Einsteigern mitzufahren oder volles Ballett zu fahren und in der 600er Klasse an den Start zu gehen. Eigentlich wollte ich letzteres, aber irgendwie kam ich dann über eine 2:01 nicht hinaus. Im Endeffekt war ich aber dann doch ganz froh, bei den Einsteigern zu starten. Startplatz 10 (von 30) habe ich mir geholt. Dazu muss ich aber sagen, dass vor mir fast ausschließlich stärkere bzw. reine Rennstrecken-Bikes (Slicks, LD etc.) standen. Außerdem war es gar kein richtiges Einsteigerrennen, da die Masse schon mehrmals auf der Rennstrecke war, halt nur zu langsam, um unter 2 min zu kommen. Als es dann 14:00 Uhr soweit war und ich in die Startaufstellung rollte, musste ich erst nochmal schnell fragen, wie die Ampel funktioniert – ich hatte ja keine Ahnung. Die Aufwärmrunde war übel. Mein Puls war bestimmt bei 160, so aufgeregt war ich. Als die Ampel auf grün sprang, war allerdings alles verflogen und ich war nur noch aufs Rennen fixiert. Leider ging meine Drehzahl am Start zu sehr in den Keller, so hatte ich gleich ein paar Plätze verloren, die ich aber schon in der ersten Kurve wieder wettmachen konnte. Ich segelte an mindestens 4 Bikes außen vorbei – ein absolut krasses ultrageiles Gefühl. Leider fehlte mir auf den Geraden dann doch etwas Power und so sortierte sich das Feld wieder recht schnell. Ich hatte aber ständig das Problem, dass ich wesentlich höhere Kurvengeschwindigkeiten hätte fahren können, aber stets aufgehalten wurde. Lange Zeit habe ich mich auf diese Weise mit einer SC50 duelliert. Ich bin teilweise außen neben ihr hergefahren oder auf dem engeren Streckenabschitt überholt, aber auf der Geraden ist sie immer wieder vorbeigeballert. In Runde 4 (von 5) habe ich dann in der Kurve vor Start-Ziel selbst gepatzt – bin zwischen dem 3. und 4. Gang hängengeblieben. Das kostete mich zwar gleich 6 Sekunden, aber glücklicherweise keinen Platz. Schließlich kam ich überglücklich als 11. ins Ziel – Mensch und Maschine wohlbehalten. Sicher wäre noch ein paar Plätze weiter vorn drin gewesen, zumal erst ab dem 6.-Platzierten Rundenzeiten teilweise unter 2 min gefahren wurden – und die hatte ich auch im Rennen. Aber das war mir sowas von egal, ich hatte die 2 Tage mehr Spaß als ich mir je zu träumen gewagt hätte.

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Ein Kommentar zu “Die Welt ist so ungerecht!”


  1. axel schreibt am 13. August 2005:

    wunderbarer bericht gar nicht zu lang und sehr aufschlussreich schöne seite weiter so
    liebe grüße aus belin
    pc 35 bj00 gerade im heckumbau (danke für den tipp mit den fußrasten wusste ich bis zu deiner anleitung noch nicht)


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