Sep 02 27

In meiner kleinen Kämpferin leistet mittlerweile ein WILBERS-

Federbein

gute Dienste. Fällig wurde es nach ersten Erfahrungen auf der Rennstrecke, wo das SHOWA-Original zu oft am Kurvenausgang ins Pumpen kam, was ich nicht wirklich lustig fand. Der Unterschied ist erheblich. Schon direkt nach dem Umbau habe ich festgestellt, dass bei Beschleunigungsorgien das Federbein so gut wie nicht mehr einsackt. Hat mich zwar vorher nie gestört, aber wenn man erstmal spürt, wie’s auch gehen kann… Auch die Einstellmöglichkeiten sind genial: separate Low- und Highspeed-Druckstufe :-) Auch die

Gabelfedern

sind inzwischen “powered by WILBERS” – linear versteht sich (Federrate 9,0 N/mm). Kein Vergleich zur Serie – straffer, dennoch feinfühliger und wesentlich mehr Reserven. Zudem kommt bei meiner CBR ein Öhlins-

Lenkungsdämpfer

zum Einsatz. Für die Rennstrecke ein absolutes Muss – doch selbst im Straßenbetrieb hatte ich schon das ein oder andere Lenkerschlagen, vor allem auf unebenem Belag.

Der Anbau des Dämpfers gestaltete sich recht unkompliziert. Bis auf 2 kleine Ausnahmen: Die Öhlins-Einbauanleitung verweist in jedem 2. Satz auf das “vorgeschriebene Drehmoment”. Wäre schön gewesen, wenn sie eben dieses auch noch irgendwo hingeschrieben hätten… Das andere Ärgernis war die Sache mit dem Stift. Am Hebelarm, der am Steuerkopfrohr befestigt wird, befindet sich unten ein Stift, der beim Festschrauben in einer Nut Platz finden sollte. Tut er aber nur widerwillig. Wenn man nicht beherzt dagegenhält, ist er wech.

Dafür ist die Freude danach – wenn man diese Hürden gemeistert hat – um so größer. Ich habe zwar den Vergleich zu anderen Dämpfern nicht, aber ich würde trotzdem behaupten, die Dämpfung ist genial. Hab ihn spaßeshalber mal ganz zugedreht, da bin ich fast umgekippt, so fest war der Lenker. Aber mit der richtigen Einstellung lässt sich das Bike auch weiterhin gut handeln. Nur mit 19 (!!!) Klicks haben die Profis von Öhlins vielleicht ein klein wenig übertrieben… Meine Experimentierfreudigkeit machte auch vor der Sitzposition nicht halt, da selbige im Serienzustand doch arg aufrecht ist. Also: Lenker runter, Fußrasten zurück.

Lenkerstummel

bietet z.B. Thurn-Motorsport an. Eine Anfrage, inwieweit Veränderungen an der Cockpitverkleidung vorgenommen werden müssen, ergab folgendes:

Hallo Sven Drese,

vielen Dank für die Anfrage. Hier kurz die Erläuterungen:
Beim Lenker 55-SL0043 ergibt sich die Situation, dass beim starken Lenkeinschlag (auch bei Montage über Brücke) der Bremschlauch auf dem Cockpit anschlägt. Ist eigentlich nur für Sportzwecke zu empfehlen, da dort Lenkeinschlag / Funktion Lenkschloss nicht so wichtig sind. Das Lenkrohr ist vom Klemmteil 3 Grad nach aussen geneigt. Lenkrohr ist oben bündig mit Klemmteil verschweisst. Höhe des Klemmteils ca. 40mm.
Stummellenker 92-SL0043 sind in der Neigung verstellbar. Bringt aber nur etwas bei Montage über Brücke. Unter Brücke ist Neigung durch Verkleidung begrenzt.
[...]

mfg
Thurn Motorsport

Nun denn, klang wenig verheißungsvoll; trotzdem wollte ich’s wissen. Allerdings habe ich mir die LSL Sport-Match zukommen lassen, weil die gerade günstig zu bekommen waren ;-) .

Der Anbau ging recht einfach vonstatten. Nach einer ersten Anprobe sah es danach aus, als ob alles halbwegs passen könnte. Also habe ich die für die Armaturen erforderlichen Löcher gebohrt und die Sache perfekt gemacht. Nun zeigte sich aber, dass der Bremsflüssigkeitsbehälter bei vollen Lenkeinschlag doch ganz dezent am Kunststoff der Kanzel schliff. Kurzer Prozess: Halbrundraspel angesetzt und weggefeilt, was klemmt. Das großartige daran ist, dass kein Loch entstand. Anscheinend war ich so schnell beim Feilen, dass sich das Teil durch Hitze verformt hat :-) Mir sollte es recht sein. Nun war der Weg frei – Anschlag links, Anschlag rechts.

Bei der anschließenden Probefahrt war der Fahreindruck grandios: wesentlich direkteres Gefühl für das Vorderrad, ohne übermäßig tief zu hängen. In schnellen Kurven liegt man wesentlich “satter” drin – es macht einfach Spaß. Allerdings weiß ich jetzt, wie gut die Lenkerenden an den Original-Stummeln waren: sie verhinderten wirkungsvoll, dass sich Vibrationen auf die Stummel übertragen. Nun habe ich wenigstens ein homogenes Bild, da ich das bereits von den Fußrasten zur Genüge kenne.

Auf der Suche nach geeigneten

Fußrasten-Adaptern

bin ich in den USA fündig geworden:

Endlich mal Adapterplatten, die sich optisch an die Vorgaben des Bikes anpassen. Einziges Problemchen dürfte der TÜV werden, denn eine ABE oder ein Gutachten gibt’s leider nicht.

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