Als echtes Highlight empfand ich den diesjährigen Saisonauftakt in Poznan: Hier begann vor drei Jahren meine Hobby-Rennfahrer-Karriere. Seitdem wollte ich zwar immer wieder dorthin, es ergab sich nur irgendwie nie – bis zu diesem Wochenende
Der Kurs ist einfach wie gemacht für 600er, noch dazu sehr anspruchsvoll aufgrund der unzähligen Bodenwellen.
Nachdem es am ersten Tag eher mäßig lief, wechselte ich den Brigdestone-Slick, dessen Flanken wirklich nicht mehr zu gebrauchen waren, gegen einen Pirelli Supercorsa SC2. (Der Bridgestone-Vorderreifen durfte bleiben, ich hatte ein gutes Gefühl, was Haftung und Fahrverhalten anging.) Schwer zu sagen, ob es am Reifen lag, aber ohne Änderung des Setups purzelten die Rundenzeiten plötzlich um drei Sekunden auf 1:54.x.
Als dann im nächsten Stint mehrfach niedrige 1:51er Rundenzeiten zu Buche standen, entschloss ich mich, meine guten Vorsätze über den Haufen zu schmeißen und doch wieder an einem Rennen teilzunehmen. Mit einer 1:52.5 ließ ich mich nachnominieren (die 51er waren ja nur handgestoppt) und erhielt somit Startplatz 9 (dritte Reihe links). Von der Position erhoffte ich mir einiges, da man Ende Start/Ziel sehr lange am Gas bleiben kann und möglicherweise so auf der Außenbahn die ersten Plätze gutmacht (so geschehen vor drei Jahren im Einsteigerrennen). Zu dumm nur, dass ich ein wenig über das Ziel hinausschoss, und Mühe hatte, auf der Strecke zu bleiben. Das gleiche dann nochmal beim Anbremsen der Spitzkehre, doch auch hier bewahrten mich die super agierenden CRQ-Bremsbeläge von Lucas vor dem vorzeitigen Aus. Plätze hatte ich dennoch mehr verloren, als mir lieb war. Die restlichen Runden allerdings konnte ich mich wieder fangen, und landete letzten Endes auf einem 7. Platz, der mich absolut zufrieden stimmt.
Ein fettes Lob muss ich an dieser Stelle an den Veranstalter Brandt Racing loswerden: Alles war bestens arrangiert, Trainings-Sessions standen mehr zur Verfügung, als ich verkraftet hätte.







































